Part VII: Zukunft

An jenem Tag kam der Schrecken über uns…

Geschrieben von Purity – Vielen Dank!
An dem Tag kam das Schreckliche über uns.

Auf der Erde, der schönen Umgebung von Pulse, flog ein schreckliches Wesen von der Höhle der Lindzei empor.

Mit seiner verfluchten rechten Hand hatte es die Erde genommen, in tausende Fragmente zersplittert die umherflogen und die Menschen, die auf dem Land lebten, verletzten.

Mit seiner verfluchten linken Hand zerstörte es die Berge, zermahlte sie in zehntausende Fragmente die umher flogen und alle Kreaturen auf dem Land abschlachteten.

Mit beiden verfluchten Händen erhob es den lebenspendenden Fluss, ließ ihn auf die Menschen und Kreaturen niederschmettern und ließ sie davon schwemmen.

Es verschlang alle Früchte der Erde, die als Essen für die Menschen gedacht waren.
Es nahm die fruchtbaren Felder in seine Hände, rollte sie zusammen und trug sie davon.
Metalle, die tief in der Erde schlummerten, wurden von ihm mit der verfluchten rechten Hand herausgezogen, gestohlen mit der verfluchten linken Hand und trug auch sie davon.

Gebäude wurden in Schutt und Asche gelegt und wurden ohne eine Spur zu hinterlassen davon getragen.

Alles was übrig blieb waren die zahllosen Leben der Menschen.

Schreie des Schmerzes und Terror füllten die Erde, aber die Verwüstung wiederholte sich. Bald hörte man nur noch die Stille des Todes.

Um seine grauenvollen Taten zu vollenden, flog es noch ein weiteres Mal gen Himmel. Nur zwei Kinder, heimatlos und zitternd, sahen es, als es davonflog. Sahen, wie es zurück zur Höhle der Dämonen flog, die die Höhle der Diebe umrundete.

In den Augen des einen Kindes stand Hass geschrieben, in den Augen des anderen Trauer.

An diesem Tag geschah das Schreckliche und zwei Samen wurden auf der Erde gepflanzt.

An jenem Tag betraten zwei Mädchen den Tempel…

Geschrieben von Rena – Vielen Dank!

An jenem Tag betraten zwei kleine Mädchen den Tempel.
Eines von ihnen hatte schon den Blick eines Erwachsenen, während das Andere den typischen Blick eines Kindes beibehielt. Priester in roten, schwarzen und lila Gewändern geleiteten das Mädchen mit dem erwachsenen Blick, während das Andere, mit dem typischen kindlichen Blick, dem anderen jungen Mädchen schweigsam folgte.

Vor den anscheinend nicht zu endenden Treppen, die bis ins Unendliche zu verlaufen schienen, sagte der rot gekleidete Priester zu den beiden Kindern:

Ihr müsst eure verunreinigten Waffen zurücklassen. Von hier an bis zu der Kammer des Fal’Cie ist es verboten, die Unflat der Erde mit sich zu tragen.

So ließen die beiden Mädchen ihre Waffen an diesem Platz zurück.

Du gibst mir eine bessere Waffe wenn ich ein L’Cie bin, richtig?” Das Mädchen mit dem Blick eines Erwachsenen sprach. Sie benutzte dabei Worte, die sich an diesem Ort nicht ziemten.
Jedoch gaben die drei Priester daraufhin keine Antwort. Sie befahlen den beiden Kindern lediglich, ihnen zu folgen.

Als die beiden Mädchen Stufe für Stufe die Treppen hinaufgingen behielt jedes der Beiden das Gefühl in ihrem Herzen versiegelt und geheim. Sie hatten ihre Gefühle für diesen Tag, genau an diesem Tag und für die kommende Ewigkeit versiegelt und geheim gehalten. Für Immer.

Sie gingen die Treppen hinauf und stoppten nach einer Weile um sich zu einem Gebet zu erheben, bevor sie die nächsten Treppen beschreiten konnten. Das taten sie dreizehnmal. Danach standen sie vor dem Tor des Beginnens. Der schwarz gekleidete Priester sagte daraufhin zu den Kindern:

“Diese Tür ist die Tür der Erprobung. Sie wird diejenigen, die böses im Herzen umschließen, abstoßen und diejenigen, die den heiligen Geist in sich tragen, willkommen heißen.”

Das Mädchen mit dem erwachsenen Blick kniete sich vor die Tür und betete. Das Mädchen mit dem Blick eines Kindes folgte ihrem Tun. Das Symbol der Tür leuchtete rot auf und die Tür öffnete sich daraufhin.

Ihr wurdet vom Tor des Beginnens akzeptiert. Nehmt euer Herz, das den heiligen Geist beinhaltet, und führt euren Weg weiter bis zu der Kammer des Fal’Cie.

Die drei Priester und die zwei Mädchen gingen durch die Tür und ließen das Vorzimmer “von Zehn und drei“.

Kopf hoch!

Aber…

Du wirst nicht in einen L’Cie verwandelt. Das werde ich. Es gibt also für dich keinen Grund, Angst zu haben.

Aber…”

“Mach dir keine Sorgen.”

Das Mädchen mit dem Blick eines Erwachsenen lächelte während das Mädchen mit dem Blick eines Kindes auf ihre Füße starrte. Die drei Priester wiederrum sagten nichts.

Sie gingen die Treppen hinauf und stoppten nach einer Weile um sich zu einem Gebet zu erheben, bevor sie die nächsten Treppen beschreiten konnten. Das taten sie dreizehnmal. Danach standen sie vor dem Tor der Mitte. Der lila gekleidete Priester sagte daraufhin zu den Kindern:

Dies ist eine Tür der Erprobung. Sie wird diejenigen, die Schwäche im Herzen umschließen, abstoßen und diejenigen, die Stärke in sich tragen, willkommen heißen.

Das Mädchen mit dem Blick eines Erwachsenen kniete sich vor die Tür und betete. Das Mädchen mit dem Blick eines Kindes folgte ihrem Tun. Das Symbol der Tür leuchtete rot auf und sie öffnete sich.

Ihr wurdet vom Tor der Mitte akzeptiert. Nehmt euer Herz, das Stärke beinhaltet, und führt euren Weg weiter bis zu der Kammer des Fal’Cie.

Die drei Priester und die zwei Mädchen gingen durch die Tür und ließen das Vorzimmer “von Zehn und Drei” hinter sich.

Man, das sind aber vielleicht viele Treppen. Hätten wir nicht einfach einen Aufzug benutzen können, hm? Das ist doch ein wenig zu viel des Guten, findet ihr nicht?

Du solltest dich nicht so beschweren!” sagten die Priester, “es ist ein Test bevor du ein L’Cie wirst.

Ein Test… Ist ja gut und schön, aber diese Priester sind so schwach… Was können sie mir schon anhaben?

Das Mädchen mit dem Blick eines Erwachsenen lachte, während das Mädchen mit den Augen eines Kindes scheltend zu ihr linste. Die drei Priester erwiderten daraufhin, natürlich, nichts.

Sie gingen die Treppen hinauf und stoppten nach einer Weile um sich zu einem Gebet zu erheben, bevor sie die nächsten Treppen beschreiten konnten. Das taten sie dreizehnmal. Danach standen sie vor dem Tor der Beendung. Der rot gekleidete Priester sagte daraufhin zu den Kindern:

Dies ist eine Tür der Erprobung. Sie wird diejenigen, die Gier im Herzen umschließen, abstoßen und diejenigen, die Ehre in sich tragen, willkommen heißen.

Das Mädchen mit dem Blick eines Erwachsenen kniete sich vor die Tür und betete. Das Mädchen mit dem Blick eines Kindes folgte ihrem Tun. Das Symbol der Tür leuchtete rot auf und sie öffnete sich.
Ihr wurdet vom Tor der Beendung akzeptiert. Nehmt euer Herz, das Stärke beinhaltet, und führt euren Weg weiter bis zu der Kammer des Fal’Cie.

Die drei Priester und die zwei Mädchen gingen durch die Tür und ließen das Vorzimmer “von Zehn und Drei” hinter sich und kamen der letzten Stufe sehr nahe.

Auf der letzten Treppenstufe standen zehn Priester, bewaffnet mit heiligen Speeren. Sie beschützten die Tür, die zu dem Fal’Cie leitete.

Hier ist dein Weg zu Ende.”, der Priester schaute zu dem Mädchen mit kindlichem Blick.

“Aber…”

“Ist schon in Ordnung.”

Die drei Priester begleiteten das Mädchen mit den Augen eines Erwachsenen zu der letzten Stufe. Die zehn Priester, die um sie versammelt waren, hoben ihre Arme zum Gebet.

Auserwählte.

“Die Eine, die ein L’Cie werden wird.”

“Lasse das Böse hinter dir.”

“Halte an dem heiligen Geist fest.”

“Lasse die Schwäche hinter dir.”

“Halte an der Stärke fest.”

“Lasse die Gier hinter dir.”

“Halte an der Ehre fest.”

“Schreite weiter zu der Kammer des Fal’Cie.”

“Erhalte deine Macht.”

“Erhalte deinen Fokus.”

“Werde eins mit dem Fal’Cie.”

“Und behaupte dich gegen den Himmel.”

Die Tür begann sich zu öffnen und das Mädchen mit dem Blick eines Erwachsenen ließ die Priester hinter sich, um durch die Tür zu schreiten. Sie schrie:

“Fal’Cie Anima! Ich muss dir etwas sagen. Hörst du mir zu!?”

Die Priester hielten das Mädchen fest, doch dieses schüttelte sie von sich ab und fuhr fort, zu schreien:

“Wieso bist du hier? Es sollte für einen Fal’Cie wie dich einfach sein, Cocoon zu vernichten. Wieso gehst du nicht selbst Lindzei zerstören? Anstatt so viele L’Cie zu transformieren… Wäre es da nicht die bessere Variante alle Fal’Cie zu versammeln und selbst gegen den Gegner zu kämpfen? Kannst du dir das nicht selbst denken, obwohl du ein Fal’Cie bist?”

Die Priester erhoben ihre Speere um das Mädchen festzuhalten.

“Wieso… du Unwürdige…! Das ist der Fal’Cie Anima, wie kannst du nur so mit ihm reden!”

Das Mädchen schüttelte sie abermals ab und griff nach einem ihrer Speere. Mit der Waffe in ihrer Hand stürmte sie in die Kammer des Fal’Cie’s.

“Wie viele L’Cie wurden Cieth während du hier sitzt und nichts tust?! Wie viele Wohnsitze wurden zerstört, während deine Freunde nichts tun außer Löcher in die Wand zu starren!”

Die Priester jagten ihr hinterher.

“Wie kannst du es wagen…! Du wirst keinen weiteren Schritt in die Kammer des Fal’Cie wagen!”

Das Mädchen brachte die Priester, die sie verfolgten, durch ihren Speer zum Fall und lief tiefer in die Kammer hinein.

Ich werde ein L’Cie für dich. Ich werde so viele Dämonen töten wie du willst. Aber ich kann es nicht ausstehen das du nur hier sitzt und nichts tust!

Der rote, schwarze und lilane Priester standen vor dem Fal’Cie und drückten das Mädchen zurück in die Richtung, aus der sie kam.

“Denkst du wirklich ein Mädchen wie du hat das Recht, so etwas zu einem Fal’Cie zu sagen? Verschwinde von hier!”

Ich sage nur die Wahrheit! Dieser Fal’Cie ist ein Trottel! Was bedeuten ihm schon Menschenleben? Nichts!”

Der liane Priester antwortete mit kalter Stimme:

“Menschenleben? Sie sind nicht mehr als Waisenkinder.”

Der schwarze Priester erwiderte höhnisch:

“Der einzige Grund wieso sie sich um Waisen kümmern ist die Umwandlung in einen L’Cie. Es gibt keinen anderen Weg sie für etwas zu verwenden.”

Der rote Priester fügte hinzu:

“Du bist nichts anderes als ein Narr. Du konntest nicht einmal die wahren Absichten von den Personen, die sich um dich gekümmert haben, herauslesen.”

Die Augen des Mädchens brannten vor Wut.

“Beleidige nicht unser zu Hause!”

Der Rage verfallen erstach sie den roten Priester. Daraufhin besiegte die beiden Anderen, den schwarzen und lila Priester. Sie drehte sich Gesicht zu Gesicht zum Fal’Cie Anima.

Das ist alles deine schuld! Du bist Schuld daran, dass unsere Freunde in Cieth verwandelt wurden und das die Fal’Cie aus Cocoon hierher kommen und tun, was sie wollen. Es ist alles wegen dir! Ich werde dich zerstören!

Das Mädchen rannte mit ihrem Speer zu dem Fal’Cie. Plötzlich schossen die Arme des Fal’Cie aus dem Nirgendwo heraus und trafen das Mädchen, das daraufhin dadurch auf den Boden geschleudert wurde. Ihr Speer rutschte auf dem Boden weit von ihr weg.

Die zehn Priester rannten zu ihr und kreisten sie ein. Alle zeigten mit ihren Speeren zu ihr.

Törichtes Mädchen, du musst sterben!”

“Verräterin, du musst sterben!”

Das Mädchen bewegte sich nicht. Die Priester erhoben langsam ihre Speere um zuzustechen.

Bitte wartet!

Das Mädchen mit dem Blick eines Kindes rannte zu dem anderen Mädchen und deckte dieses mit ihrem Körper.

Bitte vergebt ihr!

“Sie hat den Fal’Cie Anima beschmutzt und uns wie Narren behandelt. Ihre Sünden sind zu groß.”

“Dann… Dann lasst mich für diese Sünden büßen!”

Die Lippen des gefallenen Mädchens bewegten sich. Sie bat das andere Mädchen, damit aufzuhören. Doch das Mädchen mit den Augen eines Kindes schenkte ihren Worten kein Gehör und schrie:

Bitte macht uns beide zu L’Cie! Lasst uns beide zu L’Cie werden, die gegen Cocoon kämpfen!

Die zehn Speere stoppten plötzlich. Sie schauten zu den beiden Mädchen hinunter. Dann versammelten sie sich um miteinander darüber zu sprechen.

Du kannst nicht…

Nein. Ich wäre sowieso als Nächste dran gewesen. Ich will, dass wir zusammen sind.”

Das eine Mädchen hielt das andere und lächelte dabei.

“Schon seit wir in den Tempel eingetreten sind, habe ich daran gedacht. Ich würde später sagen, dass sie uns beide zu L’Cie machen sollten.”

Aber…

Wir sind vielleicht Waisen, aber wir wuchsen gemeinsam auf. Wir sind eine Familie. Wir können zusammen alle beschützen.

Die zehn Priester versammelten sich um die beiden Mädchen und erhoben ihre Arme um zu beten. Beten, das diese beiden Mädchen zu L’Cie werden würden.

“Wir werden für immer zusammen bleiben… Egal, was passieren wird, wir werden uns nie trennen.”

So wurden auf diesem Wege zwei neue L’Cie geboren.

Wir werden zusammen bleiben. Egal was passiert, wir werden…

Geschrieben von Purity – Vielen Dank!

Wir werden für immer zusammen bleiben, egal was passiert, wir werden niemals getrennt sein.
Das habe ich vor langer Zeit versprochen, flüsterte Vanille als sie die Promenade entlang lief und auf das Meer hinaus sah. Aus der Entfernung konnte man den Tempel sehen. Fal’Cie Anima war immer noch da drin.
Es tut mir leid, dass ich dieses Versprechen muss…” Sie entschuldigte sich bei Fang, wo auch immer Fang grade war. Vielleicht war sie im Tempel, grade jetzt. Umringt von Cocoon Soldaten, keiner wäre in der Lage rein oder raus zu kommen.

Gestern hat sie es in den Nachrichten gesehen. Ein Pulse Fal’Cie wurde in Bodhum gefunden. Sie stoppte in einer Ruhezone im Einkaufszentrum. Ein Bildschirm hing an der Wand und auf ihm konnte man deutlich den Tempel sehen. Vanille rannte darauf zu. Um den Tempel herum standen Militärfahrzeuge und bewaffnete Soldaten.
In der Mitte von dem Bericht begannen die Leute um ihr herum in Panik zu geraten. Sie wusste, dass sie zum Tempel musste und rannte hin, sie sah Luftschiffe über sich.
Die Nachrichten liefen über jedem Bildschirm und kamen aus jedem Lautsprecher. Bodhum wurde nun verbarrikadiert, zum Schutze der Einwohner von Cocoon. Ihre Besorgnis wandelte sich in Hass, denn die Soldaten begannen, die Zivilisten zu bedrohen.
Verängstigt floh Vanille aus dem Einkaufszentrum, rannte entlang der Promenade und kehrte an einen Platz zurück, von dem aus sie den Tempel sehen konnte. Aber was sie dort fand…
Alle Straßen die zum Tempel führten waren blockiert. Das wurde in den Nachrichten nicht gezeigt. Militärfahrzeuge umrundeten den Platz, es gab keine Möglichkeit, näher an das Geschehen zu gelangen. Nein, sie glaubte noch nicht mal, dass sie lange hier ausharren konnte, auch wenn sie das Geschehen nur beobachtete. Die Soldaten kamen näher, haben sie sie gesehen?
Ohne abzuwarten dreht Vanille sich um und rannte zurück zum Einkaufszentrum.
Sie folgten ihr nicht. Das bedeutete, dass sie nicht planten, sie zu fangen. Vielleicht kamen sie nur um ihr zu sagen, dass das Gebiet nicht betreten werden durfte.
Jetzt war es zu spät, aber sie wünschte, dass sie nicht ihre Waffe hinter dem Tempel liegen gelassen hätte. Jetzt war sie ganz alleine in einer Stadt, die sie nicht kannte und konnte sich nicht verteidigen. Ihr war zum heulen zumute.
Fang…. Wo bist du?
Bei der Energiepflanze hatte Fang den Lockvogel gespielt damit Vanille fliehen konnte. Sie rannte ganz alleine direkt auf die Soldaten zu. Vanille konnte fliehen, aber seit dem hat sie kein Lebenszeichen von Fang erhalten.
Ich will Fang…
Vanille ging dieser Gedanke nicht mehr aus dem Kopf und realisierte kaum, wo sie eigentlich lang ging. Als sie aufsah, fand sie sich selbst an de Bodhum Station. Vanille dachte, dass Fang vielleicht gar nicht nach Bodhum zurückgekehrt war. Sie könnte immer noch in Euride sein!
Ich werde sie finden können wenn ich nach Euride reise!
Vanille rannte zur Station und wurde wieder überrascht, mit dem was sie sah. Der Gehweg war komplett abgesperrt. Menschen standen vor der Station, sie sahen aus wie Touristen, sie redeten auf die Soldaten ein.
Wir sind keine Einwohner von Bodhum!
Ich muss morgen zurück nach Eden! Ich habe ein wichtiges Meeting.
Wir sind von Palumpolum! Lassen sie wenigstens meinen Sohn nach Hause.
Jeder versuchte, von den Soldaten erhört zu werden. Ich habe so etwas schon mal gesehen, dachte Vanille. Aber sie wussten, dass wenn sie warteten, sie bald nach Hause zurückkehren konnten. Aber sie sahen immer noch besorgt aus…

Es war acht Tage her. Nach dem Vorfall wurden die Euride Station und die Luftschiff-Landebahn gesperrt. Bewaffnete Soldaten kamen gefolgt von den Menschen, mit denen sie zuvor noch diskutiert hatten. Sie hatten sich beschwert, dass sie zur Arbeit müssten oder dass sie ein wichtiges Flugschiff verpassen würden, aber sie befolgten immer noch die Anweisungen der Soldaten. Denn diese hatten ihnen erzählt, dass, sobald sie durch den ID Check gegangen waren, sie den nächsten Zug nach Bodhum nehmen könnten. So sammelten sie sich auf dem Platz vor der Energiepflanze und warteten in Zelten, die für sie aufgestellt worden waren.
Natürlich hatte Vanille keine ID, denn sie kam nicht von Cocoon. Als sie nach einer Fluchtmöglichkeit suchte, sah sie Soldaten, die Karten auf Maschinen platzierten. ID mussten also diese Karten sein, die sie zuvor mitgenommen hatten, realisierte sie. Sie hatten sie von den Jungs gestohlen die sie in der Stadt getroffen hatten. Durch diese Karten konnten sie Essen kaufen und den Zug nach Euride bezahlen.
Vanille holte die gestohlene Karte heraus. Sie wusste nicht, ob sie sie benutzen konnte. Sie hatten nur Fangs Karte ausprobiert und nun musste sie diese hier ausprobieren. Was würde sie tun wenn sie sie nicht benutzen könnte? Oder noch schlimmer, wenn sie herausfinden würden, dass sie sie gestohlen hatten…
Komm schon, gib mir endlich deine Karte.
Vanille sah schnell auf und sah einen Soldaten, der eine schmale Maschine in der Hand hielt, direkt vor ihr. Sie hoffte, dass sie funktionierte und fühlte sich unwohl, aber sie reichte ihm ihre Karte.
Sie fragte sich, ob sie sie in einen anderen Raum ziehen würde um sie zu befragen. Oder vielleicht würden sie sie direkt einsperren. Oder an Ort und Stelle erschießen. Sie schloss ihre Augen.
Würdest du dich beeilen?
Ich wusste es, dachte Vanille. Sie torkelte. Es wäre erbärmlich jetzt festgenommen zu werden, aber es waren zu viele Soldaten um sie herum und die ganzen Menschen…
Was zur Hölle machst du da? Ich muss zum Nächsten.
Vanille sah überrascht auf. Der Soldat gab ihr die Karte wieder.
Was?
Wenn du dich ausgecheckt hast, stell dich in der Schlange da an.
Bevor sie fragen konnte, was genau er meinte, ging der Soldat zur nächsten Person und nahm dessen Karte. Anscheinend wurde die gestohlene Karte als ihre ID akzeptiert. Vanille stellte sich zu den anderen die ausgecheckt wurde und wartete auf den nächsten Zug nach Bodhum. Sie wartete auf der Plattform, hoffte darauf Fang zu sehen, aber es gab kein Zeichen von ihr.
Sie ging zum Tempel zurück, aber da gibt es kein Essen und sie konnte nicht schlafen. Es war ihre erste Nacht alleine überhaupt, realisierte sie. Fang war immer bei ihr. In ihrem Dorf waren die anderen Kinder auch immer da. Als sie L’Cie wurden, waren die beiden wieder alleine, aber sie konnte immer neben Fang einschlafen. Sie hatte nie alleine geschlafen.
Auf der Suche nach Essen ging Vanille zurück in das Einkaufszentrum. Aber sie hatte diese Karte nie zuvor benutzt und sie wusste nicht, ob sie es konnte. Sie hatte sie als ID in Euride genutzt, aber konnte sie sie auch zum einkaufen benutzen? Nervös stand sie einige Minuten vor dem Laden und spielte mit der Karte in ihren Händen.
Sie sah den weißen Vogel wieder und nun fand sie den Mut und ging in das Geschäft. Es war derselbe merkwürdige Vogel den sie gesehen hatten, als sie die Karten geklaut haben. Er stand auf einem Dach und schaute runter zu ihr. Er erschreckte Vanille so sehr, dass sie aus Angst vor ihm in den Laden flüchtete. Im Geschäft konnte sie nichts anderes tun, als den anderen Kunden alles nachzumachen. Sie machte ihre Einkäufe und benutzte die Karte zum bezahlen. Es war einfacher als sie dachte.
Nun erkannte sie, wie ihr Leben war. Cocoon war wie ein friedliches Paradies. Vielleicht war es friedlich, weil die Menschen ein ruhiges Leben lebten und darum fühlten sie sich sicher, solange sie in der Stadt waren.
Obwohl sie alleine hier war, ohne Fang, war sie nicht mehr so nervös. Aber sie konnte das Mädchen und den Jungen nicht vergessen, die sie in ihr Problem reingezogen hatte. Die Schuldgefühle waren wie ein Dorn, der in der Brust festsaß.
Und dann traf Vanille dieses Mädchen am Strand…

Was machst du hier?
Sie bemerkte eine Waffe an ihrem Rücken. Vanille wurde sofort aus ihren Gedanken geworfen. Es war ein Soldat, PSIKOM. Wann immer dieser Name genannt wurde, wurden die Menschen kalt und hart-
Bis vor ein paar Tagen waren keine Soldaten hier. Jeder sah ruhig und friedlich aus. Sie hatte es sich erlaubt, auch so zu sein.
‘Tschuldigung.” sagte sie. Vielleicht war es wegen ihrer tränenvollen Stimme, der Soldat lockerte die Waffe und sprach nun freundlicher.
Sie fangen mit dem Check-In in der Station an. Du solltest dich beeilen.
Vanille rannte, ohne sich umzudrehen. Sie würde nie wieder hierher zurückkehren. Von dem Moment an, als die Nachrichten veröffentlichten, war das Paradies verschwunden.

Ein Pulse Fal’Cie wurde gefunden. Ganz Bodhum war barrikadiert. Das allein war schon die schlimmst mögliche Nachricht für die Menschen, die hier lebten. Nur zwei Bekanntmachungen und schon war die ganze Stadt in Aufruhr. Gab es irgendwen, der sich vorstellen konnte, dass es noch schlimmer werden würde?
Am Nachmittag brachen die Nachrichten ab. Vanille konnte weder zurück zum Tempel noch Fang finden und so lief sie im Einkaufszentrum umher. Sie versuchte, sich an belebten Plätzen aufzuhalten, weg von den Soldaten.
Eine Purgation nach Pulse. Zuerst wusste Vanille nicht, was sie meinten. Vielleicht war sie nicht die einzige, als die Nachricht veröffentlicht wurde, wurden alle ganz still.
Dann realisierte sie, dass sie Angst hatten. Menschen rannten umher, schreiend und weinend. Vielleicht dachten sie, dass sie vor ihrem Schicksal davonlaufen konnten.
Vanille konnte sie nur verwundert ansehen. Sie wusste, dass die Menschen von Cocoon Pulse hassten, aber nun begriff sie, dass sie sie nicht richtig verstanden hatte. Sie waren regelrecht in Furcht vor Pulse.
Wo sie hin liefen wusste sie nicht. Vielleicht runter zur Station oder nach Hause. Überall brachen kleine Kämpfe aus. Frauen sprachen mit schrillen Stimmen, Kinder fielen hin und brachen in Tränen aus.
Vanille stand nah am Gebäude und beobachtete sie. Sie schauderte und konnte sich keinen Schritt bewegen.
Waren das dieselben Menschen, die letzte Nacht das Feuerwerk gesehen hatten?, dachte sie. Diese Menschen hatten Spaß, lachten und redeten miteinander. Diese Menschen waren glücklich. Ihre Gesichter waren voller Hoffnung als sie für die Erfüllung ihrer Träume beteten. Noch nicht mal ein Tag war vergangen, und jetzt…
Sie war verängstigt und traurig und hätte heulen können. Ein feuriger Schmerz entstand hinter ihren Augen und sie sah auf ihre Füße. Dann, aus dem Lärm heraus, gerieten Worte an ihre Ohren und sie sah verwundert auf. Sie dachte sie hätte etwas gehört wie “Der Pulse Fal’Cie wird mit dem Purgationszug zurück nach Pulse befördert.” Sie musste noch die Nachrichten hören um sicher zu gehen, dass Fal’Cie Anima nach Pulse gesandt werden sollte, zurück nach Grand Pulse.
Was ist wahr? Aber dann, was ist mit ihrem Fokus? Nein, selbst wenn Fal’Cie Anima nicht in Cocoon war, ihr Fokus würde sich nicht ändern. Fang und sie würden ihren Fokus zu erfüllen haben, nicht der Fal’Cie…
Dann wurde ihr bewusst, dass, wenn sie in Bodhum bleiben würde, sie zusammen mit den anderen der Purgation zum Opfer fallen würde. Nicht das sie irgendeine Wahl hätte, alle Wege um nach Bodhum herein oder heraus zu kommen sind abgesperrt. Aber wenn sie zurück nach Grand Pulse kommen würde, würde sie ihren Fokus nicht erfüllen können.
Ihre Beine wurden schwach und sie sackte zu Boden. Wieso hatte sie nicht früher daran gedacht? Sie hielt ihre Knie umschlungen und in dieser Pose verharrte sie, bis es Nacht wurde.
Als sie endlich aufstand, war sie überrascht dass es schon Nacht war. Niemand war mehr im Einkaufszentrum. Vanille schlich sich an den Soldaten vorbei und ging runter zum Strand. Hier standen alle und hatten das Feuerwerk beobachtet. Natürlich war niemand hier zu der Zeit. Das Café war geschlossen. Auch wenn es erst einen Tag her war, es schien so, als ob es hier ein völlig anderer Platz wäre als gestern. Alles war ruhig, man konnte nur die Wellen hören.
Anders als auf Grand Pulse roch das Wasser nicht nach Salz. Aber Vanille mochte es hier. “Tschüss…” flüsterte sie, drehte sich um und ging den Weg zurück, den sie gekommen war. Sie ging etwas weiter und kam auf ein Feld. Es war das Feld, von dem sie Gemüse stibitzt hatten, an dem Tag, an dem sie erwachten. Der Geruch von Erde und wachsenden Sachen überkam sie. Vielleicht kommt Fang hierher dachte sie und Tränen liefen ihr über die Wangen. Ich weiß, dachte sie. Fang wird nicht kommen. Ich werde sie nie wiedersehen, nie wieder… Vanille weinte. Wie ein kleines Kind heulte sie, rief und schrie sie. Und dann schlief sie ein.

Das Einkaufszentrum war wie immer mit Menschen gefüllt. Aber im Gegensatz zu gestern rannte niemand umher. Alle gingen in eine Richtung. Der Ausdruck auf ihren Gesichtern war dunkel und sie sahen beim gehen runter auf ihre Füße. Sie gingen zur Station um den Purgationszug zu betreten.
Die Menschen auf Cocoon dachten, dass Pulse die Hölle ist. Vanille hatte bemerkt, dass gestern alle die Information, nach Pulse gesandt zu werden, einem Todesurteil gleich gesetzt hatten. Aber so ist es nicht dachte Vanille. Klar, das Klima ist harsch und es gibt viele Monster dort. Man kann nicht ohne Waffen umherlaufen wie auf Cocoon. Aber Fang und sie waren auf Grand Pulse geboren und aufgewachsen. Man konnte dort leben solange man zusammen arbeitet. Auf Grand Pulse gab es weite Felder und den endlosen Horizont. Es gab Sonnenlicht und Grün. Vanille wollte das allen Menschen von Cocoon zeigen. Auch wenn sie wusste, dass das unmöglich war.
Es war ruhig. Zu ruhig dafür das so viele Menschen hier waren. Als sie das erste Mal hier war, war es so laut das sie dachte, dass hier ein Festival lief. Und nach der Aufruhr von gestern…
Haben sie sich über Nacht beruhigt? Oder haben sie schon aufgegeben? Kein einziger sah wütend aus, ihre Gesichter waren ausdruckslos.
Es tut mir leid…” Vanille entschuldigte sich wieder. Sie hatte sich bereits so oft entschuldigt, sie wusste gar nicht mehr wie oft. Es war ihre Schuld, dass das hier all den Menschen angetan wurde. Ihre Schuld und von keinem anderen. Weil wir aufgewacht sind, dachte sie.
Und das Mädchen, das zu einem L’Cie gemacht wurde durch Fal’Cie Anima. Und der kleine Junge der von dem Cocoon Fal’Cie zum L’Cie gemacht wurde. Wie würde sie je für die Taten die sie ihnen angetan hatte büßen? Sie konnte sie nicht zurück verwandeln. Sie konnte ihr Schicksal nicht ändern. Sie merkte, dass die Anzahl der Menschen um sie herum gestiegen war. Sie hatte es nicht bemerkt, weil alle um sie herum so ruhig waren. Nun waren so viele Menschen hier wie an dem Tag, als das Feuerwerk Festival stattfand und alle liefen sie zur Station.
Endlich kam das Stationsgebäude in Sichtweite. Man konnte einen Soldaten hören der rief: “Würde jeder, der sein Gepäck noch nicht eingecheckt hat, hier lang kommen?” Das Gepäck wurde gestern schon eingecheckt, deswegen war die Schlange recht kurz.
Als sie das Gebäude betrat riefen Soldaten mit Megaphonen Anweisungen zu der Menge. Die Uniformen sahen anders aus als die, die sie von anderen Soldaten gesehen hatte. Vanille dachte, dass sie einen höheren Rang haben mussten.
An alle! Bitte folgen Sie den Anweisungen und treten sie nicht aus der Reihe! Ihr Gebäck wird an sie zurückgegeben sobald sie in Pulse sind.
Die Waffe die er in Händen hielt ließ Vanille nervös werden. Er gibt nur Anweisungen, warum muss er bewaffnet sein?, dachte Vanille. Alle Menschen hier sind ruhig und friedlich, warum braucht er eine Waffe? Die anderen Soldaten waren auch bewaffnet. Auch wenn sie sagten, dass die Leute nur “transferiert” wurden, es schien so, also würden sie mit Gewalt aus der Stadt eskortiert. Aber niemand wollte kämpfen, vielleicht weil alle Menschen auf Cocoon so friedlich sind. Alle stellten sich ruhig in einer Reihe auf, ohne ein Wort zu sprechen.
Vielleicht nicht ganz ruhig. Von irgendwoher konnte sie jemanden rufen hören.
Hey du! Tanz nicht aus der Reihe!
Vielleicht hatte jemand versucht, davonzulaufen. Die Menge bewegte sich langsam. Sie waren ruhelos, vielleicht hofften sie, dass irgendjemand einen Weg zur Flucht entdecken würde.
Ein Schuss war zu hören. Den Schreien nach zu urteilen war es kein Fehlschuss. Die Schlange stoppte und brach in Panik aus. Die Soldaten zielten auf die Menschen und alle wurden wir ruhig und leise.
Bitte, gehen Sie nicht aus der Reihe. Das dient zu ihrer eigenen Sicherheit.
Natürlich glaubte das niemand. Sie blieben ruhig, weil niemand hier sterben wollte. Auch wenn das, was ihnen bevor stand, der Hölle gleichkam.
Die Schlange bewegte sich wieder langsam vorwärts. Vanille schielte auf eine Frau die mit einem Soldaten sprach. Sie hatte sie bemerkt, weil sie genauso aussah wie Serah, das Mädchen, dass zu einem Pulse Fal’Cie wurde.
Die Frau gab ihre Waffe an den Soldaten ab und reihte sich in die Schlange ein. Meine Schuldgefühle bringen mich dazu, mir Sachen einzubilden, dachte Vanille. Nur weil sie dieselbe Haarfarbe hat, denke ich dass sie genauso aussieht wie Serah…
Ein Mann mittleren Alters stand hinter der Frau. Sein Haar sah aus wie ein Vogelnest, zumindest dachte Vanille das, aber dann flog ein echter Vogel aus den Haaren hervor.
Was?
Es war ein Babychocobo.
Warum hat der Kerl einen Chocobo in seinen Haaren?” Es war so lustig, dass Vanille anfing zu kichern. Dann rannte jemand in sie hinein, oder besser, sie lief jemanden hinten auf, denn sie achtete nicht darauf, wo sie hinlief. Sie versuchte ihr Gleichgewicht zu bewahren, aber zu spät.
Ups!” Sie rutschte weg und fiel auf den Boden. Zum Glück verletzte sie sich nicht, nur ihren Stolz.
Bist du okay?” fragte jemand. Als sie die Stimme hörte fühlte sie bereits, dass jemand ihre Hände nahm und sie hoch zog.
Bist du verletzt?” Eine freundlich aussehende Frau sah sie an. Vanille nickte und die Frau lächelte.
Ah, ein Glück.
Sie sah wie eine Mutter aus, flüsterte Vanille leise. Dann sah sie einen Jungen, der neben ihr stand, er sah wie ihr Sohn aus. Sie war wirklich eine Mutter.
Bist du von hier?
Nein, bin ich nicht.
Ach, du auch nicht? Wir sind aus Palumpolum.
Ein Ort, von dem Vanille schon mal gehört hatte.
Und woher kommst du?
Ähm… Von weit weg.
Weit weg?
Vanille nickte. Die Frau fragte nicht weiter nach, sie dachte wohl, dass Vanille ihre Gründe hatte um nicht zu sagen, woher sie kam. Sie hatte auch andere Dinge im Kopf, um die sie sich zu Sorgen hatte. Ihr Sohn zitterte und sah nicht hoch.
Vanille wusste nicht, ob sie sich zu den beiden einreihen sollte oder zu der Frau, die wie Serah aussah. Aber sie brauchte nicht allzu lang um sich zu entscheiden, sie stellte sich hinter die Frau mit ihrem Sohn. Wenn sie schon wie eine Gefangene behandelt wurde, dann wollte sie wenigstens bei netten Menschen stehen.
Die Soldaten erklärten, dass sie bestenfalls noch heute in Pulse ankommen würden. Im schlimmsten Fall erst morgen.
Wenn wir erst mal auf Grand Pulse angekommen sind kann ich ihnen hoffentlich helfen, dachte Vanille. Es tut mir leid Fang, aber ich werde zurück nach Grand Pulse gehen, zusammen mit dem Fal’Cie. Es tut mir leid, dass ich unser Versprechen brechen muss. Es tut mir leid, dass ich dich hier auf Cocoon alleine lassen muss…
Wenn sie Cocoon erst einmal verlassen hatte, konnte sie ihren Fokus nicht erfüllen. Sie hat es gestern realisiert, als sie hörte, dass Fal’Cie Anima nach Pulse gesandt wird. Nachdem sie das realisiert hatte das es etwas gab, was sie tun konnte, fühlte sie sich erleichtert.
Wenn die Realität zu schmerzhaft ist, kannst du einfach davonlaufen.
Serah sagte das vor vier Tagen, als sie sich am Strand begegneten. Diese Worte hatten sie gerettet und sie dazu gebracht, etwas zu tun. Wegen diesen Worten war sie nun hier.
Wenn ich im Zug bin, dachte sie, kann ich von meinem Fokus davonlaufen. Dann muss ich niemanden verletzen. Ich werde vielleicht zu einer Cieth, aber es wird noch etwas Zeit bleiben, bis es soweit ist.
Wenn du dir etwas aus der Ferne ansiehst, kannst du einen Weg erkennen.
So wie Serah sagte, wenn sie ihr Problem aus der Ferne ansah, konnte sie einen anderen Weg sehen. Es funktioniert vielleicht. Wenn sie davonlief, würden vielleicht all die Probleme verschwinden…
Sie sorgte sich nur darum, Fang allein zu lassen, aber sie wusste, dass sie zu recht kommen würde. Ihr Zeichen war verbrannt, also würde sie sich vielleicht nicht in eine Cieth verwandeln und Fang wäre in der Lage, alleine zu leben. Aber sie wusste, dass Fang sauer sein würde. Es tut mir leid, flüsterte sie ein weiteres Mal.
Sie faltete ihre Hände zusammen und betete. Für eine Freundin, die sie nicht wiedersehen würde. Für ein Versprechen, das sie nicht halten konnte.
Die Soldaten begannen, die Menschen in den Zug zu befördern. Im schlimmsten Fall würden sie erst morgen dort eintreffen. Vanille erinnerte sich an ihre Worte.
Für einen Moment merkte sie, wie ihre Füße nachgeben wollten. Sie fühlte sich so, als ob der Tag, an dem sie eine L’Cie wurde, erst gestern war und das morgen so unmöglich weit weg war. Aber warum? Sie war nicht besorgt. Sie kehrte endlich nach Grand Pulse zurück, sagte sie sich selbst. Sie liebte den Geruch des Windes, die Blumen sie in der Brise schimmerten, rennen unter dem offenen Himmel. Man konnte alle Sterne in der Nacht sehen und natürlich warteten die Menschen zu Hause. Sie alle waren ihre Familie, also war sie sich sicher, dass sich alle freuen würden sie zu sehen-
Morgen werde ich nach Hause kommen… dachte Vanille. Die Menge bewegte sich.

Final Fantasy XIII: Episode Zero ENDE